Startschuss für den neuen 5.000 m³ Maxi-Wasserspeicher
Ein historisches Bauwerk für Bozens Wassersicherheit
Der heutige Montag, der 28. September 2026, markiert einen entscheidenden Moment für Bozens Wasserinfrastruktur: Offiziell beginnt der Bau des neuen großen Wasserspeichers der Stadt. Es handelt sich um eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen der letzten Jahrzehnte für die Landeshauptstadt mit einer Gesamtinvestition von rund 10,9 Millionen Euro, die fast vollständig durch staatliche PNIISSI-Fördermittel abgedeckt wird, die von der SEAB eingeworben wurden.
„Der Start dieser Arbeiten ist ein historischer Meilenstein für unsere Stadt“, erklärt Kilian Bedin, Präsident der SEAB. „Ausgezeichnetes und sicheres Trinkwasser für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, ist unsere Hauptaufgabe. Dieser Eingriff verbessert die Lebensqualität der gesamten Gemeinschaft und bereitet Bozen auf die klimatischen und infrastrukturellen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte vor. Die hohe Kostendeckung durch staatliche Mittel von über 99 % hat die Umsetzung dieses wichtigen Projekts ohne signifikante Auswirkungen auf den Dienstleistungstarif ermöglicht und bestätigt das Engagement der SEAB für einen effizienten Einsatz der verfügbaren Ressourcen.“
Planung, Baustelle und Merkmale des Bauwerks
Das Projekt wurde von Dipl.-Ing. Günther Vieider ausgearbeitet, während die Bauleitung der Baukanzlei Sulzenbacher & Partner sowie der EUT Engineering GmbH obliegt. Die Umsetzungsphase beginnt offiziell heute mit der formalen Übergabe der Arbeiten an die Bietergemeinschaft unter der Führung der Marx GmbH (zusammen mit Zöggeler Bau GmbH, P.A.C. AG und Idrotech GmbH).
Die ersten Phasen der Baustelle umfassen die Aushubarbeiten für die Verlegung der Anschlussleitungen sowie die Sicherung der Felswand, bevor der Hauptaushub für die unterirdische Stahlbetonstruktur folgt. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für den Herbst 2029 vorgesehen.
Nach Abschluss der Arbeiten wird das Bauwerk im Nordwesten der Stadt an den Berghängen in der Nähe des Moritzinger Wegs stehen. Es wird vollständig unterirdisch und mit minimalen Umweltauswirkungen errichtet, hat ein Speichervolumen von 5.000 Kubikmetern und wird sowohl an das städtische Netz als auch an den neuen Tiefbrunnen angeschlossen, der derzeit beim Krankenhaus Bozen entsteht.
Warum es ein fundamentales Bauwerk ist
Derzeit verteilt Bozen jährlich rund 8 Millionen m³ Trinkwasser über ein 200 Kilometer langes Netz. Die Stadt verfügt insgesamt über 10 Wasserspeicher mit einer Gesamtkapazität von 13.000 m³ – jedoch sind nur zwei davon echte Maxi-Wasserspeicher, und beide befinden sich auf der östlichen Stadtseite. Bei einem durchschnittlichen Tagesverbrauch von 46.000 m³ ist die derzeitige Reserve daher begrenzt und ungleich verteilt.
Der Bau dieses dritten Maxi-Wasserspeichers auf der Westseite wird einen perfekten Ausgleich des Netzes ermöglichen und den Wasserdruck in der gesamten Stadt stabilisieren, wodurch Leitungsverluste direkt reduziert werden. Gleichzeitig erhöht das Bauwerk die Speicherkapazität auf über 30 % des täglichen Bedarfs der Bevölkerung, bietet eine unverzichtbare strategische Reserve und Löschwasserreserve im Falle von Stromausfällen oder Dürreperioden und ermöglicht eine Senkung des Energieverbrauchs durch die Optimierung des Pumpbetriebs in den Nachtstunden.
„Ein Bauwerk dieser Größenordnung realisiert man nicht alle Tage“, betont Stefano Sacchi, Technischer Direktor der SEAB. „Wir haben jahrelang gearbeitet, von den Machbarkeitsstudien bis hin zu den komplexen Genehmigungs- und Planungsprozessen. Ich möchte den Kolleginnen und Kollegen der technischen Dienste der SEAB sowie den verschiedenen beteiligten Fachleuten meinen aufrichtigen Dank für die Professionalität, die Hingabe und die großartige Teamarbeit aussprechen, die in allen Vorbereitungsphasen gezeigt wurden. Der Erhalt der PNIISSI-Finanzierung des Ministeriums war die Krönung dieses langen technischen Engagements. Mit der Eröffnung der Baustelle geben wir dem städtischen Netz eine fundamentale ‚Wasserlunge‘, die sich harmonisch in die Umwelt einfügt und Sicherheit sowie Effizienz für zukünftige Generationen garantiert.“