Müllkontrollen: Unregelmäßigkeiten in den Vierteln Europa-Neustift und Don Bosco festgestellt
In den vergangenen Wochen wurden gemeinsame Kontrollen des Umweltamtes der Gemeinde Bozen und der SEAB durchgeführt, an denen auch der Stadtrat für Umwelt, Marco Caruso, teilnahm. Die Überprüfungen konzentrierten sich auf einige Straßen in den Vierteln Europa-Neustift und Don Bosco, wo verschiedene Unregelmäßigkeiten bei der Abfallentsorgung festgestellt wurden.
Insbesondere wurden unter Handwerksbetrieben, Vereinen, öffentlichen Betrieben und Geschäften zahlreiche Nutzer identifiziert, die überhaupt nicht im Verzeichnis der Müllgebühren eingetragen waren. Neben diesen Fällen wurden auch Positionen festgestellt, die nicht vollständig gesetzeskonform waren: Betriebe ohne angemessene Behälter oder solche, die nicht in der Lage waren, die Modalitäten der Abfallanlieferung und -entleerung korrekt zu dokumentieren.
Die gezielten Kontrollen bestätigen sich somit als wirksames Instrument, um kritische Punkte aufzudecken und die Gebührengerechtigkeit wiederherzustellen. „Das Ziel ist klar“, betont Stadtrat Marco Caruso: „Alle müssen zahlen, damit alle weniger zahlen. Es geht nicht nur um Sanktionen, sondern darum, gleiche Regeln für alle und eine sauberere, ordentlichere Stadt zu garantieren.“
Die Kontrolltätigkeit wird auch in den kommenden Wochen fortgesetzt und schrittweise auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei jenen Bereichen, in denen vermehrt illegale Müllablagerungen und Situationen städtischer Verwahrlosung auftreten. Im Visier stehen nicht nur die Mülltarifhinterzieher, sondern auch diejenigen, die zwar über Behälter verfügen, diese aber nicht korrekt nutzen, die Entleerungen nicht registrieren, Abfälle nicht ordnungsgemäß entsorgen oder diese – vor allem – rücksichtslos im öffentlichen Raum hinterlassen.
Parallel dazu werden auch die Kontrollen der Umweltwachen fortgesetzt, die in verschiedenen Stadtteilen im Einsatz sind, um die Einhaltung der Regeln für das Stadtbild zu gewährleisten. Dazu gehört unter anderem die Verpflichtung, Mülltonnen auf privatem Grund abzustellen. Es ist untersagt, diese dauerhaft auf Gehwegen und Straßen zu belassen; sie dürfen dort nur an den jeweiligen Entleerungstagen bereitgestellt werden.
„Unser Ziel“, so Caruso abschließend, „ist nicht das Ausstellen von Strafmandaten, sondern die allgemeine Verbesserung der Lebensqualität in unserer Stadt. Die Pflege und die Attraktivität des öffentlichen Raums hängen auch von kleinen täglichen Gesten und dem Respekt gegenüber einfachen Regeln des Zusammenlebens ab.“